ImageObject Schema Markup für Google Rich Results
Schema Markup

ImageObject Schema Markup: Bilder für Google Rich Results optimieren

Shift07 Team
21. April 2026
11 Min. Lesezeit
Schema Markup

Bilder sind mächtige SEO-Assets — wenn sie richtig ausgezeichnet sind. Das ImageObject Schema Markup gibt Google präzise Informationen über deine Bilder: Was zeigt das Bild, wer hat es gemacht, wann wurde es erstellt, welche Rechte gelten? Diese Metadaten sind die Grundlage dafür, dass deine Bilder in Google Discover, Google Bildersuche und als Thumbnail in Rich Results auftauchen.

In diesem Artikel erkläre ich, wie ImageObject Schema Markup funktioniert, welche Properties du befüllen solltest und wie du Bilder korrekt in andere Schema-Typen wie Article, VideoObject oder LocalBusiness einbindest.

Was ist ImageObject?

ImageObject ist ein Schema.org-Datentyp, der ein Bild beschreibt. Es erbt von MediaObject, das wiederum von CreativeWork erbt — ImageObject kann also alle Properties dieser übergeordneten Typen nutzen.

ImageObject wird selten als eigenständiges Schema auf einer Seite eingesetzt. Häufiger dient es als Wert für die image-Property anderer Schema-Typen:

  • Article: Headerbild des Artikels
  • Product: Produktbild
  • LocalBusiness: Foto des Unternehmens oder Logos
  • Person: Porträtfoto eines Autors
  • Recipe: Foto des fertigen Gerichts
  • VideoObject: Thumbnail des Videos

Anstatt nur die URL als String anzugeben ("image": "https://..."), bindest du ein vollständiges ImageObject-Objekt ein — das gibt Google deutlich mehr Informationen.

Warum ImageObject für SEO relevant ist

Google verarbeitet Bilder auf mehreren Ebenen. Strukturierte Daten helfen in diesen konkreten Bereichen:

Google Discover

Für Google Discover-Einträge (der personalisierte Nachrichten-Feed in der Google-App) benötigt Google ein hochauflösendes Headerbild von mindestens 1200px Breite. Das Schema-Markup erlaubt es dir, genau dieses Bild explizit als image-Property mit Breite und Höhe anzugeben. Ohne das läuft Discover-Traffic durch Google's automatische Bildauswahl — die oft das falsche Bild wählt.

Artikel-Rich-Results

Für das Erscheinen in der Top-Stories-Sektion und als Featured Snippet mit Bild ist ein vollständiges ImageObject im Article-Schema eine der Google-Anforderungen.

Google Bildersuche

Properties wie name, description und caption können Googles Bildverständnis verbessern und zu mehr Sichtbarkeit in der Bildersuche führen.

E-E-A-T und Glaubwürdigkeit

Die author- und creditText-Properties zeigen, wer das Bild erstellt hat. Das ist Teil des breiteren E-E-A-T-Signals — Google will wissen, ob Bilder authentisch und von echten Experten stammen.

Die wichtigsten ImageObject Properties

Kern-Properties (sollten immer befüllt sein)

  • url — Absolute URL des Bildes (z.B. "https://example.de/images/produkt.jpg")
  • width — Bildbreite in Pixeln (als Zahl oder QuantitativeValue)
  • height — Bildhöhe in Pixeln (als Zahl oder QuantitativeValue)

Empfohlene Properties

  • name — Titel/Name des Bildes (entspricht dem Alt-Text-Konzept)
  • description — Ausführlichere Bildbeschreibung
  • caption — Bildunterschrift, wie sie auf der Seite erscheint
  • contentUrl — Bei eingebetteten Bildern: die direkte Bild-URL (wenn url eine Landingpage ist)
  • encodingFormat — MIME-Type des Bildes (z.B. "image/jpeg", "image/webp")

Zusätzliche Properties

  • author — Urheber des Bildes (Person oder Organization)
  • creditText — Creditline (z.B. "Foto: Max Mustermann")
  • copyrightNotice — Urheberrechtshinweis
  • license — Lizenz-URL (z.B. Creative Commons)
  • acquireLicensePage — Seite auf der die Lizenz erworben werden kann
  • datePublished — Veröffentlichungsdatum des Bildes
  • representativeOfPage — Boolean: ist dieses Bild das Hauptbild der Seite?

Vollständiges JSON-LD-Beispiel: Article mit ImageObject

So sieht ein vollständiges Article-Schema mit einem korrekt ausgezeichneten ImageObject aus:

{
  "@context": "https://schema.org",
  "@type": "Article",
  "headline": "So optimierst du deine Website für lokales SEO",
  "datePublished": "2026-04-21T10:00:00+02:00",
  "image": {
    "@type": "ImageObject",
    "url": "https://beispiel.de/blog/images/lokales-seo-guide.jpg",
    "width": 1200,
    "height": 630,
    "name": "Lokales SEO Guide 2026 — Website-Optimierung für Unternehmen",
    "description": "Infografik zeigt die wichtigsten Schritte zur lokalen SEO-Optimierung",
    "caption": "Schritt-für-Schritt-Guide für lokales SEO",
    "encodingFormat": "image/jpeg",
    "representativeOfPage": true
  },
  "author": {
    "@type": "Organization",
    "name": "Shift07",
    "url": "https://shift07.ai"
  },
  "publisher": {
    "@type": "Organization",
    "name": "Shift07",
    "logo": {
      "@type": "ImageObject",
      "url": "https://shift07.ai/assets/logo.png",
      "width": 200,
      "height": 60
    }
  }
}

ImageObject im LocalBusiness-Schema

Für lokale Unternehmen ist es wertvoll, Bilder des Geschäfts oder des Logos als ImageObject zu kennzeichnen. Google kann diese Bilder im Knowledge Panel oder in der Google Bildersuche verwenden:

{
  "@context": "https://schema.org",
  "@type": "LocalBusiness",
  "name": "Mustermann Friseur Berlin",
  "image": [
    {
      "@type": "ImageObject",
      "url": "https://mustermann-friseur.de/images/salon-aussen.jpg",
      "width": 1200,
      "height": 800,
      "name": "Außenansicht Mustermann Friseur Berlin",
      "caption": "Unser Salon an der Hauptstraße in Mitte"
    },
    {
      "@type": "ImageObject",
      "url": "https://mustermann-friseur.de/images/team.jpg",
      "width": 1200,
      "height": 800,
      "name": "Team Mustermann Friseur",
      "caption": "Das Team von Mustermann Friseur Berlin"
    }
  ],
  "logo": {
    "@type": "ImageObject",
    "url": "https://mustermann-friseur.de/logo.png",
    "width": 300,
    "height": 100
  },
  "address": {
    "@type": "PostalAddress",
    "streetAddress": "Hauptstraße 42",
    "postalCode": "10827",
    "addressLocality": "Berlin",
    "addressCountry": "DE"
  }
}

Beachte: Die image-Property kann sowohl eine einzelne ImageObject als auch ein Array von ImageObjects enthalten. Für Unternehmen mit mehreren aussagekräftigen Fotos ist das Array empfehlenswert.

Logo-Richtlinien von Google

Google hat spezifische Anforderungen für das Logo im Publisher-Schema:

  • Mindestgröße: 112 × 112 Pixel
  • Maximale Breite: 600 Pixel (für Logos in Querformat)
  • Format: PNG oder JPG empfohlen
  • Hintergrund: nicht transparent (Google bevorzugt weißen Hintergrund)
  • Kein Text-Logo der Domain allein — es sollte das echte Logo sein

Das Publisher-Logo taucht in der Suchergebnis-Seite neben dem Firmennamen auf — es ist eines der sichtbarsten Schema-Elemente überhaupt.

Lizenzdaten und Bildrechte (IPTC-Standard)

Ein wichtiger Anwendungsfall für ImageObject ist die Auszeichnung von Bildern mit Lizenzinformationen. Google hat 2020 eine Initiative gestartet, um urheberrechtlich geschützte Bilder besser zu kennzeichnen. Wenn du eigene Bilder produzierst und schützen möchtest — oder wenn du Bilder mit offener Lizenz verwendest — solltest du diese Properties nutzen:

{
  "@type": "ImageObject",
  "url": "https://beispiel.de/images/produkt.jpg",
  "name": "Handgemachter Holztisch aus Eiche",
  "author": {
    "@type": "Person",
    "name": "Lisa Müller"
  },
  "creditText": "Foto: Lisa Müller Photography",
  "copyrightNotice": "© 2026 Lisa Müller Photography. Alle Rechte vorbehalten.",
  "license": "https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/",
  "acquireLicensePage": "https://beispiel.de/lizenzen"
}

Diese Informationen erscheinen in der Google Bildersuche unter "Bilddetails" — und helfen auch dabei, dass deine Bilder in der Filteroption "Creative Commons"-Lizenzen gefunden werden, wenn du eine CC-Lizenz angibst.

ImageObject in VideoObject

Das VideoObject-Schema (ausführlich erklärt in unserem Artikel zu VideoObject Schema Markup) nutzt ein ImageObject für das thumbnailUrl-Property. Statt nur die URL als String anzugeben, kannst du auch hier ein vollständiges Objekt einbinden:

{
  "@context": "https://schema.org",
  "@type": "VideoObject",
  "name": "SEO Tutorial für Einsteiger 2026",
  "thumbnailUrl": {
    "@type": "ImageObject",
    "url": "https://beispiel.de/videos/seo-tutorial-thumbnail.jpg",
    "width": 1280,
    "height": 720,
    "name": "SEO Tutorial Thumbnail"
  },
  "uploadDate": "2026-04-10",
  "duration": "PT15M30S"
}

ImageObject für Product-Schema

Im E-Commerce ist das Product-Schema mit korrekten Produktbildern besonders wichtig. Google Shopping zeigt diese Bilder direkt in den Shopping-Ergebnissen:

{
  "@context": "https://schema.org",
  "@type": "Product",
  "name": "Lederportemonnaie handgenäht",
  "image": [
    {
      "@type": "ImageObject",
      "url": "https://shop.de/images/portemonnaie-1.jpg",
      "width": 800,
      "height": 800,
      "name": "Lederportemonnaie Vorderseite"
    },
    {
      "@type": "ImageObject",
      "url": "https://shop.de/images/portemonnaie-2.jpg",
      "width": 800,
      "height": 800,
      "name": "Lederportemonnaie Innenansicht"
    }
  ]
}

Bildgrößen für verschiedene Anwendungsfälle

Verschiedene Google-Features haben unterschiedliche Bildanforderungen. Diese Tabelle hilft dir bei der Planung:

  • Google Discover: Mindestens 1200 × 628 Pixel, representativeOfPage: true
  • Top Stories (AMP): Mindestens 1200 Pixel Breite, Seitenverhältnis 4:3 oder 16:9
  • Rich Results Thumbnail: Mindestens 696 Pixel Breite
  • Google Bildersuche: Je größer, desto besser — keine Mindestgröße, aber kleine Bilder werden schlechter eingestuft
  • Publisher Logo: 112 × 112 bis 600 × 60 Pixel

Häufige Fehler bei ImageObject

Aus der Analyse von über 200 deutschen Websites haben wir die häufigsten Implementierungsfehler identifiziert:

1. Nur URL statt Objekt angeben

Falsch: "image": "https://beispiel.de/bild.jpg"
Besser: "image": {"@type": "ImageObject", "url": "...", "width": 1200, "height": 630}

Die String-Variante funktioniert zwar technisch, Google empfiehlt aber das vollständige Objekt für Discover-Eligibility.

2. Falsche oder fehlende Abmessungen

Wenn du Width und Height angibst, müssen sie mit dem tatsächlichen Bild übereinstimmen. Ein 800×400-Bild als 1200×630 zu deklarieren führt zu Validierungsfehlern.

3. Relative URLs

Falsch: "url": "/images/bild.jpg"
Richtig: "url": "https://beispiel.de/images/bild.jpg"

ImageObject-URLs müssen immer absolut sein.

4. Nicht-öffentliche Bilder

Bilder hinter einem Login oder auf CDNs mit Zugangsbeschränkungen kann Google nicht crawlen. Das Schema wird ignoriert.

5. Zu kleine Bilder für Discover

Bilder unter 1200 Pixel Breite sind für Google Discover nicht geeignet — auch wenn das Schema korrekt ist. Das Bild selbst muss die Mindestgröße erfüllen.

ImageObject validieren

Validiere dein Schema-Markup mit dem Google Rich Results Test. Für bildspezifische Prüfungen ist auch der Schema.org Validator hilfreich. Achte besonders auf:

  • Sind Breite und Höhe als Zahlen (nicht als Strings) angegeben?
  • Ist die URL absolut und öffentlich zugänglich?
  • Entspricht das Format (JPEG, PNG, WebP) dem encodingFormat-Wert?

Mit unserem JSON-LD Structured Data Validator kannst du dein Schema-Markup direkt im Browser prüfen — ohne externe Abhängigkeiten.

ImageObject in Kombination mit anderen Schema-Typen

ImageObject ist kein isoliertes Schema — es ist immer Teil eines größeren Kontexts. Hier die wichtigsten Kombinationen:

  • Article + ImageObject: Headerbild für Discover und Top Stories
  • LocalBusiness + ImageObject: Unternehmensfotos und Logo für Knowledge Panel
  • Product + ImageObject: Produktbilder für Google Shopping
  • Recipe + ImageObject: Rezeptfoto für Recipe Rich Results
  • Person + ImageObject: Autorenporträt für E-E-A-T
  • VideoObject + ImageObject: Video-Thumbnail für Video Rich Results

Jeder dieser Kontexte hat leicht unterschiedliche Anforderungen — plane die Bildgrößen entsprechend des Hauptverwendungszwecks.

Checkliste: ImageObject Schema Markup

  • url ist absolut (https://...)
  • width und height stimmen mit dem echten Bild überein
  • ☐ Für Discover: Breite mindestens 1200 Pixel
  • name beschreibt das Bild (ähnlich wie Alt-Text)
  • @type: "ImageObject" ist angegeben
  • ☐ Bild ist öffentlich zugänglich (kein Login nötig)
  • representativeOfPage: true für das Hauptbild der Seite
  • ☐ Publisher-Logo: 112×112 bis 600px Breite
  • ☐ Schema im Rich Results Test validiert
  • ☐ Lizenzinformationen bei eigenem Bildmaterial angegeben

Fazit

ImageObject Schema Markup ist einer der unterschätztesten Hebel für Content-Reichweite. Während viele SEOs sich auf Texte konzentrieren, bleiben Bilder oft unstrukturiert — obwohl sie über Google Discover, Bildersuche und Rich Snippets erheblichen Traffic bringen können.

Der Schlüssel liegt in der Kombination: Technisch korrekte Bildgrößen (mindestens 1200px für Discover), vollständige ImageObject-Properties im JSON-LD und korrekte Einbettung in den übergeordneten Schema-Typ. Besonders wichtig ist representativeOfPage: true — damit signalisierst du Google, welches das Hauptbild deiner Seite ist.

Wenn du noch kein strukturiertes Daten-Markup auf deiner Website hast, starte mit dem LocalBusiness Schema Generator — er erstellt das vollständige Schema inklusive Bild- und Logo-Einbindung. Weitere Schema-Typen im Cluster 16 findest du in unseren Artikeln zu PostalAddress Schema, Article Schema und VideoObject Schema.

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